Dieser Artikel soll dir handfeste Tipps für die Führung deiner Marke in der täglichen Praxis geben. Wichtig hierfür ist zunächst zu verstehen, was eine Marke ist. Weiter folgen dann wichtige Schlüsselfragen, mit welchen du die Platzierung deiner Marke bestimmen kannst.

Was ist eine Marke und wie entsteht sie?

Eine Marke entsteht sobald ein Produkt auf den Markt angeboten wird. Einfach gesagt ist eine Marke nichts anderes als die Persönlichkeit eines Menschen. Sie transportiert Werte, hat Eigenschaften, löst Emotionen aus und bietet in der Regel eine Leistung an. Dies verdichtet, d.h. auf seinen innersten Kern zusammengefasst, ist eine Marke. Wesentlich mehr nur ein Logo, eine Website oder ein Flyer! Selbst wenn ein Angebot nicht ausdrücklich einen Wert oder eine Eigenschaft ausstrahlen soll, kommt beim Konsumenten eine Information/ Message an. So kann es also sein, dass du im Kopf des Kunden unbeabsichtigt und unbewusst durch die Nutzung falscher Designcodes Assoziationen weckst, die du für deine Marke nicht wecken möchtest und am Ende negativ auf deine Brand zurückfallen.

Eine Marke wirkt immer im Kopf des Kunden. Sie entsteht jedoch im Unternehmen.

Als Unternehmen hat man die Möglichkeit diese kommunizierte Message zu ignorieren oder durch gezieltes Marketing und Branding bewusst zu beeinflussen. Letzteres ist wohl die langfristig klügere Entscheidung. Wichtig hierbei ist die Anmerkung, dass der Konsument nicht zwischen den verschiedenen Touch-Points mit der Marke differenziert. Es ist ihm schlicht gleichgültig. Soll heißen, wenn Sie online bspw. auf Instagram einen negativen Touch-Point schaffen, so wird der Konsument eine negative Assoziation zu Ihrer Marke schaffen. Vollkommen gleichgültig, ob du einen tollen offline Touch-Point bspw. in eigenen Stores, bei Events oder mit Plakatwerbung hast.

Folglich ist für den Kunden alles schlicht ein einziger riesiger Kontaktpunkt mit der Brand.

Welche Schlüsselfragen helfen dir und sind sofort umsetzbar bei der strategischen Markenführung?

1. Wofür steht unsere Marke? Worin besteht der Markenkern?

Hier soll bestimmt werden, welche Eigenschaften einer Marke zugeordnet werden.
Bsp.: Harley Davidson steht für Männlichkeit, Aldi steht für gute Qualität zu fairen Preisen.

2. Welches Business beherrschen wir wirklich?⠀

Bleiben wir bei dem Beispiel Harley Davidson. Weiß ein Unternehmen, das Motorräder baut, wie man ein Parfum entwickelt, produziert und vermarktet? Wohl eher nicht. Also mach dir bewusst, was dein Business ist und beherrsche es.

3. Wer sind unsere Kunden?

Wie sieht ein typischer Kunde aus? Wie ist sein Wertesystem ausgestaltet? Womit verbringt er seine Freizeug und welche Marken kauft er neben meiner? Dies sind alles beispielhafte Fragen, die dir dabei helfen können herauszufinden, wer genau dein Kunde ist.

4. Was ändert sich gerade?

Weiter ist es wichtig gesellschaftliche Entwicklungen, Umwelttrend oder Neuerungen in der Technik auf dem Radar zu haben. Also mache dir bewusst, was aktuell die Top Trends sind.

5. Wie sind unsere Zahlen und welche Schlüsse ziehen wir hieraus?

Schlussendlich sollte auch ein Blick auf Zahlen und Daten geworfen werden. Auf der Hand liegen hier „harte“ Verkaufszahlen. Wie viel Produkte kauft ein Kunde bei mir, wie hoch ist sein durchschnittlicher Warenkorb oder welche Produkte sind besonders beliebt. Aufschlussreich könnte jedoch auch bspw. bei E-Commerce Unternehmen ein Blick darauf sein, wie häufig ein Kunde zurückkehrt, woher der Traffic kommt, uvm.

 

All diese Fragen haben es zum Ziel einen Abgleich zu schaffen. Einen Abgleich zwischen wo möchte ich meine Marke platzieren und wo sind meine Kunden, was möchten meine Kunden und wer sind meine Kunden. Oder mehr technisch ausgedrückt einen Abgleich zwischen den Fragen „welches Markenbild entsteht aus meinem Unternehmen heraus?“ und „wie wirke ich im Kopf des Kunden?“.